Natur und Tier

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Natur und Tier: Eine Methode unserer Arbeit

Ein konzeptioneller Ausgangspunkt unserer Projektstellen ist, das Angebot eines offenen Umgangs mit Natur und Tier zu ermöglichen.

Kinder werden an die Notwendigkeiten der Tierpflege herangeführt, um ein partnerschaftliches Verhältnis zu den Tieren aufzubauen.
So soll den Kindern in ihrer Sozialisation ein Leben außerhalb des gängigen Konsum- und Ellenbogendenkens in Eintracht mit der Natur ermöglicht werden:

Das Spiel mit einfachem natürlichem Material.

Wir erheben den Anspruch, den Kindern, die in der Stadt immer mehr die Beziehung zu Lebewesen verlieren, diesen Kontakt wieder zu eröffnen.
Das beinhaltet zugleich, dass dieser Beziehung eine realistische Grundlage gegeben wird.

Tiere sind eine ausgezeichnete Möglichkeit für Kinder, auf praktische Art und Weise Verantwortungsbewusstsein zu erwerben.

Tatsache ist, dass Tiere nicht menschlich bewerten und interpretieren.
Bezüglich der Abhängigkeit von Versorgung und Pflege durch Erwachsene gibt es eine gewisse Parallele zwischen Kindern (in der postmodernen Gesellschaft) und Tieren (in domestizierten Verbindungen):
Kinder und Tiere begegnen sich quasi auf einer vergleichbaren Ebene.

 

Im Umgang mit einem Tier gelangt ein Kind in die Versorgerposition.
Hieraus ergibt sich ein elementarer Lernprozess in Richtung Wahrnehmung, Versorgung, Selbständigkeit und Verantwortung.
Gleichzeitig werden die Sinne gefördert, dies im wahrsten Sinne des Wortes: sinnlich, nämlich über Sehen, Hören, Fühlen (Streicheln, Wärme usw.) und Riechen.

Die Übernahme von Versorgungsfunktionen (füttern, pflegen, Stall ausmisten usw.) vermag auf lustvolle Weise Verantwortlichkeiten zu wecken, die sich regelmäßig auch in anderen Bereichen (z.B. im menschlichen Miteinander) entsprechend auswirken werden.

 

Durch eine aktive und persönliche „hautnahe“ Begegnung mit dem Tier und in der Beziehung zum Tier erfahren und erlernen Kinder

  • ein positives Verhältnis zur Natur
  • Umweltschutz durch bewusste Einbindung in „natürliche“ Zusammenhänge von Tieren und Pflanzen
  • den natürlichen, täglichen und jahreszeitlichen Rhythmus als zusammenhängende und überschaubare Erfahrung
  • Einfühlungsvermögen und das Erkennen der grundlegenden Bedürfnisse von Tieren und Menschen
  • Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, die Notwendigkeit bestimmter Arbeiten zu erkennen
  • Geburt, Krankheit und Tod im Lebensrhythmus
  • „echte“ Abenteuer bei gleichzeitigem Abbau fernsehbedingter Illusionen
  • die Grenzen der Natur und ihrer selbst
  • Erprobung und Übung eigener Möglichkeiten und Fähigkeiten
  • tierpflegerische und handwerkliche Kompetenzen
  • Vertrauen, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Selbständigkeit, elementare Erfolgserlebnisse, Problem- und Konfliktlösungsverhalten, Kompromiss- und Konfliktfähigkeit
  • Alternativen zur technisierten Umwelt und Spielwelt
  • Freizeitgestaltung über Eigenarbeit und Selbstorganisation

 

Diese Erfahrungen werden den Kindern ermöglicht durch

  • natürliche Zusammenhänge
  • selbständigen Umgang mit Elementarem (Erde, Feuer, Wasser, Tiere, Werkzeug) in einem sinnvollen Zusammenhang mit Natur und Tieren
  • unmittelbaren Kontakt zu Tieren
  • unterschiedliche jahreszeitlich bedingte Notwendigkeiten des Landlebens und der Tierhaltung
  • einen Ausgleich emotionaler Defizite durch Streicheltiere
  • alternative Lebensformen („vorindustriell“)

Hier ein Artikel unseres Kooperationspartners Heiko Mulsow | Hundeprofi24 zum Thema Hund mit Kind

[box type=“bio“] Schon seit Urzeiten begleitet der Hund den Menschen in allen Lebenslagen.
Er hat bis heute seine Faszination.

Auch wenn der Hund weitestgehend seine eigentlichen Aufgaben verloren hat, so ist aber sein sozialer Stellenwert gestiegen.

In meiner Arbeit als Hundetrainer erlebe ich fast täglich, mit welcher Leichtigkeit Hunde einen Zugang zu Menschen herstellen.
Kinder werden wieder offener, gesprächiger und bringen sich dem Tier respektvoll ein.
Und auch der Hund gibt ein wertfreies und wohlwollendes Gefühl zurück.
Er lässt das Vergangene und auch das, was noch kommen mag.

Hunde sind authentisch und leben im hier und jetzt.
Nicht ohne Grund sind sie ein toller Sozialpartner.
Daher wird er immer öfter in Büros, Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, Therapiecentren und Heimen gesehen und verrichtet seinen Job als Bindeglied zwischen den Menschen.[/box]

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